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Es ist mir eine große
Freude, zusammen mit Ihnen, sehr geehrter Herr Professor Dr. Heckl, den
Kollegen aus dem Bereich der Feuerfestindustrie und zahlreichen Gästen, die
Wiedereröffnung der Abteilung Technische Keramik begehen zu können. Wir
haben den heutigen Tag zum Anlass genommen, eine Vorstandssitzung unseres
Verbandes in Ihrem Hause abzuhalten, um damit die enge Verbundenheit mit dem
Deutschen Museum und unser Interesse an der Wiedereröffnung der Abteilung
Technische Keramik zu dokumentieren.
Bei der Neukonzeption
haben wir als Ideengeber, durch zahlreiche Exponate und mit nicht
unerheblichen finanziellen Mitteln mitgewirkt. Wir sehen unser Engagement im
Deutschen Museum als Bestandteil unserer Öffentlichkeitsarbeit, die der
Verband seit Jahren betreibt und die zum Ziel hat, die weitgehend
unbekannten Eigenschaften und Einsatzfelder der Technischen Keramik und die
oft entscheidenden Funktionsvorteile Technischer Keramik darzustellen. Viele
selbstverständliche Anwendungen, die uns täglich begegnen, wären heute ohne
Bauelemente aus Technischer Keramik nicht mehr denkbar.
Kein anderes Museum würde
sich dafür besser eignen als das Deutsche Museum, das neben dem historischen
Ansatz vor allem die Funktionsweisen neuer Technologien darstellt und daher
ein wichtiges Podium für High Tech „Made in Germany“ ist. Um diesem Anspruch
gerecht zu werden, haben wir uns vier Themenfelder ausgedacht, die
zukunftweisende Technologieträger sind und die dem Besucher tagtäglich
begegnen, anhand derer wir die Bedeutung der Funktionsweise Technischer
Keramik darstellen wollen.
Diese Themenfelder sind
durchaus identisch mit Handlungsfeldern, in denen wir auch künftig weiterhin
gute Entwicklungschancen für unsere Branchen sehen, nämlich die Bereiche der
Medizintechnik, der Automobilindustrie, haushaltsorientierte Produkte und
der Umwelttechnologie.
Den künftigen Perspektiven
und Einsatzfelder der Technischen Keramik widmet sich der fünfte Themenkreis
„Forschung und Entwicklung“, der auch in unserer Branche eine wichtige Rolle
spielt. Da wir bei den sogenannten „Commodity Produkten“ unter extremen
Preisdruck geraten, sehen auch wir die Zukunft der Technischen Keramik in
technologisch anspruchsvollen, zusammen mit unseren Kunden entwickelten
Produkten.
Der technologische
Fortschritt stellt hohe Anforderungen an Materialeigenschaften. Hier kann
die Technische Keramik an vielen Stellen ihre überragenden Eigenschaften
ausspielen und zur Problemlösung beitragen. Die Technische Keramik aus
Deutschland ist in Europa führend. Wir haben in den letzten zehn Jahren die
Branchenumsätze um rund 70 % steigern können. Der hohe Exportanteil von über
55 % spricht dafür, dass wir weltweit wettbewerbsfähig sind. Auch wenn wir
derzeit, wie viele Zulieferbranchen, unter der Finanz- und Wirtschaftskrise
leiden, sind wir zuversichtlich, dass wir auf den bisherigen Erfolgsweg
zurückfinden und weitere Einsatzbereiche und Märkte für uns erschließen
können.
Ich möchte nicht
versäumen, mich bei einigen Akteuren ausdrücklich zu bedanken: Zunächst bei
allen Mitgliedsfirmen und Kunden, die Exponate für die Ausstellung zur
Verfügung gestellt haben, bei allen Mitarbeitern des Deutschen Museums,
insbesondere Herrn Dr. Hauser, Frau Broesike und Herrn Judä, die maßgeblich
die Arbeiten begleitet haben, bei Herrn Professor Fischer und dem
Förderverein, bei den Mitarbeitern unseres Verbandes, insbesondere Herrn
Frischholz und Herrn Hartmann, die mit ihrem Engagement einen wesentlichen
Beitrag geleistet haben. |